Dein Beckenboden ist mehr als ein Muskel
Wenn ich Frauen frage, was sie über ihren Beckenboden wissen, bekomme ich meistens eine Antwort: "Der soll nach der Geburt trainiert werden." Und ja, das stimmt. Aber er ist so viel mehr.
Dein Beckenboden ist dein Zentrum. Er trägt nicht nur deine Organe, er ist der Ort, wo du spürst, ob du dich sicher fühlst. Ob du loslassen kannst. Ob du wirklich geerdet bist.
In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie Frauen zum ersten Mal wirklich in diesen Teil ihres Körpers hineinspüren – und was sich dann verändert. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
Denn genau hier können wir das Wechselspiel von Festhalten und Loslassen üben. Meiner Erfahrung nach sind viele von uns in einer Daueranspannung. Das zeigt sich körperlich (z.B. durch Verspannungen und Schmerzen) aber auch mental. Vielleicht kennst du das auch, dass du viel im Kopf bist, Gedanken hin und her wälzt und nie wirklich zur Ruhe kommst.
Nachdenken, Tun, Funktionieren gehören zum Alltag dazu. Wichtig ist aber auch, einfach mal nur zu sein.
Der Beckenboden spiegelt uns: Wenn wir im Anspannungs-Modus sind, spannt er auch an. Wenn wir ent-spannen, kann auch er loslassen.
Der erste Schritt ist, ihn bewusst wahrzunehmen. Nimm dir jeden Tag Zeit um zu beobachten, wie die Atmung deinen Bauch und deinen Beckenboden bewegt. Nimm wahr wie du dich fühlst wenn er entspannt, nimm wahr wie kraftvoll es sen kann wenn du ihn bewusst anspannst.